Eine awase-Übung – An awase exercise

Wer eine Schauspiel-, Tanz- oder Musikausbildung hat, der hat eigentlich sein ganzes Leben lang schon awase gearbeitet – allerdings unbewusst. Ein Teil meiner Schüler am Theater bringt also bereits etwas mit, was andere zunächst aufbauen müssen und mit der Zeit gezielt am ersten awase-Waffentraining üben.

Allerdings müssen meine Schüler darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie da eine Fertigkeit haben, die man bewusst einsetzen kann. Regelmäßiges buki waza kommt mangels Zeit und Material im Moment nicht in Frage. Aber ich bin auf eine Übung gekommen, die auf tai-sabaki-Drehungen und Variationen basiert:

Nage und uke stellen sich an den Kopfpunkt von zwei parallelen Linien. Nage bewegt sich nun mittels tai-sabaki-Bewegungen oder Variationen auf seiner Linie vorwärts. Zwischen den einzelnen Bewegungen sollte er einen kurzen Moment hanmi stehen.
Uke „spiegelt“ nages Bewegungen entlang seiner eigenen Linie. Im Idealfall ist die Verbindung zwischen den beiden so gut, dass sie sich gleichzeitig, mit gleicher Geschwindigkeit und gleicher Schrittlänge bewegen.
Für Anfänger ist es schwierig, 90°- oder 270°-Drehungen schnell zu erkennen und sauber umzusetzen. Daher lasse ich sie noch alle Bewegungen entweder mit der Laufrichtung (0°) oder gegen die Laufrichtung (180°) in einem sauberen, sicheren Stand beenden. Die Geschwindigkeit und die Länge der Pausen zwischen den Bewegungen sind variabel; hier übernimmt nage die Verantwortung dafür, dass uke nicht überfordert wird.
Wenn beide am Ende der Linie ankommen, wird uke zu nage und bringt seinen Partner an den Anfang der Linie zurück.

Technisch ist die Übung simpel. Sie enthält aber die beiden Besonderheiten des Aikido: awase und hanmi.

Those who have undergone a professional education in music, acting or dancing have worked awase all their life – just unconsciously. So, a part of my students bring something that others have to build up over some time and then train by the first steps of awase in buki waza.

Then again, it has to be called to my students’s attention that they have an ability they could deliberately make use of. For a lack of time and material, buki waza training is out of question these days. But I came up with an exercise that is based on tai sabaki movements and variations:

Nage and uke start from the head points of two parallel lines. Nage moves forward on his line in tai sabaki or any variation. Between the movements, nage should stop for a moment in proper hanmi.
Uke’s task is to „mirror“ nages movements on his own line. In the best case, the connection between them is so close that both move at the same time and speed and the same size of step.
For beginners, it seems to be difficult to follow turnings of 90° or 270° and to perform them accurately. So for now, all the movements should end either with (0°) or against the running direction (180°) in good solid stance. Moving speed and the length of intervals between the movements are variable; it’s in nage’s responsibility that uke is always able to cope.
After both have arrived at the end of the line, they swap roles, and the new nage brings back his partner to the beginning of the line.

Technically, this exercise is simple. Yet it contains the outstanding elements of Aikido: awase and hanmi.

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