Shiho nage

Shiho nage – ein Albtraum

Mal ganz abgesehen von dem verwirrenden Knoten, der kurzzeitig entsteht und die Anfänger zur Verzweiflung treibt: Shiho nage ist eine Bedrohung für Handgelenke, Ellbogen und Schultern. Für manche mag ein shiho nage-Unfall „nur“ eine Krankschreibung mit viel Ärger nach sich ziehen. Für mein Bühnenvolk könnte er die Berufsunfähigkeit bedeuten.
Doch Zaudern hilft nicht: Shiho nage steht schon für den 5. kyu auf dem Lehrplan, nach dem ich selbst gelernt habe, und den ich nun weitergebe. Diesen Lehrplan zu ändern, kommt nicht in Frage.
Wie also umgehen mit der Skepsis, die sich auf den Gesichtern abzeichnet, sobald eine Technik auf ein Gelenk abzielt?

Der Rat eines früheren Musiklehrers brachte mich auf eine Idee: Dieser Lehrer ließ mich schwierige Stücke abschnittweise von hinten üben. „Dann kommst du von einer schwierigen Stelle immer auf vertrautes Gelände“ begründete er die Anweisung.
Diesem Rat folgend, habe ich also die ganze Technik in drei Abschnitte zerlegt:
– den Eingang
– die Drehung
– die abschließende „Verbeugung“

Dann habe ich mit der abschließenden Verbeugung angefangen:
Uke hebt den Ellbogen senkrecht nach oben und legt sich die Hand auf die Schulter, nage stellt sich im 90°-Winkel dazu, greift die Hand und verbeugt sich. So kann uke entspannt den Fall üben, während nage die richtigen Positionen lernt.

Anschließend mit dem mittleren Teil, der Drehung, weiterzumachen, schien mir zu unsicher: Man dreht nur dann richtig ein, wenn uke etwas aus dem Gleichgewicht gebracht wurde. Das aber gehört noch zum Eingang. Also habe ich zuerst den Eingang erklärt und dann mit der Drehung weitergemacht.

Zwischen den einzelnen Teilen gilt für den Moment: Immer einen Stop einlegen, so dass beide Trainingspartner ihre Positionen kontrollieren und korrigieren können.
Das mag sehr weit von der eigentlichen Idee der Technik entfernt sein. Diese „Filetierung“ scheint mir aber ein guter Weg, um Bedenken ab- und Vertrauen aufzubauen. Letztlich dient es der Sicherheit – und Sicherheit geht vor!

Shiho nage – a nightmare

Not speaking of the bewildering knot that’s temporarily created and that drives beginners crazy: Shiho nage is a threat to wrists, elbows and shoulders. For some, a shiho nage accident may “only” lead to a doctor’s sick certificate and a lot of trouble. For my stagefolks, it might mean incapacity to work.
But indecision won’t help: Shiho nage is part of the training schedule I once followed, and that I’m passing on now. Changing it is out of question.
So, how to deal with the scepticism that appears on the faces, as soon as a technique aims to a joint?

The advice of a former music teacher gave me an idea: This teacher made me practise difficult pieces from back to front in pieces. “Thus, you always pass from a difficult area into a well-known area”, he used to explain.

According to this, I cut the whole technique into three parts:
– the entrance
– the turning
– the final “bow”

Then, I started with the final bow:
Uke raises his elbow up vertically and puts his hand on his shoulder, nage stands next to him in a 90° angle, takes the hand and bows. This way, uke can take his fall in a relaxed mood, while nage learns the correct positions.

To continue with the middle part now, with the turn, seemed to unsafe to me: Nage only turns correctly if uke is out of balance. Bringing him there, belongs to the entrance part. So I first explained the entrance and then continued with the turn.

For the moment, there is a rule: Stop between the parts, so both partners can control and correct their positions. This may be quite far away from the idea of this technique.
Anyway, this “filleting” seems to be a good way to reduce concerns and to build confidence. In the end, it serves safety – and safety comes first!

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